“Die Ahnungslosen wussten nicht, dass ihr Unterfangen unmöglich war also taten sie es.” B. Russell

Es war 1988, als Paola und ich, mit der Hilfe von vielen, vielen Freunden,ganz zu schweigen von der treuen Hündin Stenka,den großen Schritt gewagt haben: Leben auf dem Land und – folglich,ein Haus zu kaufen!

Wir waren 23 Jahre alt und voller Lust, einen schönen Ort zu erschaffen, wo wir leben und unsere Kinder groß werden lassen können, einen schönen Ort, den wir mit unseren Freunden teilen können und den sich jedermann gewünscht hätte. Wir haben vom ersten Augenblick an dort gewohnt: Ohne warmes Wasser (häufig auch ohne fließendes Wasser), ohne Strom, ein paar Zimmer ohne Fenster und ein Zimmer mit einem gemauerten Fenster aus Kuhdreck und natürlich ohne Fernsehen, aber mit vielen, vielen Freunden und einigen frühen Pioniergästen, die sich den Wasserkrug mit warmem Wasser aus der Küche in das einzige Bad des Hauses holen mussten.

Das Tohuwabohu der Renovierung begann im November 1990.

Ohne Ausrüstung und ohne viel Kenntnisse,von Geld ganz zu schweigen,haben wir ungewollt eine Art kollektive Erfahrung gemacht: alle wollten teilhaben, mit Hingabe, Engagement, Lächeln und Schweiß. Und so war es auch: Freunde riefen Freunde zu Hilfe und die Kette der Hilfsbereitschaft wurde immer länger: Von diesem Zeitpunkt an war die Casa immer wie ein Hafen am Meer.

Die Hauptzutat zu alldem? Die pure Sorglosigkeit mit Mitte Zwanzig.